Mit den Gedanken noch in Botswana

Dienstag, 30.03.2010 15:40

Vielen lieben Dank an Travel One und auch an das Botswana Tourism Board für die wundervolle Reise, von der ich kaum zurückfinden kann. Beim Bearbeiten der Bilder ist man irgendwie gleich wieder in Botswana. Die Reise war mein größtes Erlebnis bis jetzt in Afrika. Wenn auch die Frisur nicht mehr saß, die Schminke überflüssig und die Kontaktlinsen in der Dunkelheit unauffindbar waren - was soll’s, alles, was ich gesehen habe (eben mit Brille), war unvergleichbar schön. So viele Tiere, so nah, das Delta, die Kalaharie und und und.

Also noch mal vielen Dank für die tolle Reise
Conni

Vom Afrika-Virus infiziert

Dienstag, 30.03.2010 9:59

Ich möchte mich noch einmal bedanken bei Travel One und bei Botswana Tourism Board für das unvergessliche Erlebnis, welches wir erfahren durften.

Afrika hat mich schon als kleines Kind begeistert. Und jetzt, nachdem ich endlich einmal da war, weiß ich ganz genau, dass ich wieder kommen werde. Freundliche Menschen, die uns in ihrer “Familie” aufgenommen haben, schöne luxuriöse Unterkünfte, tolles Essen und eine unbeschreibbare Landschaft, die man nicht in Worte fassen kann - man muss das einfach erlebt haben.

Das Afrika-Virus hat mich gepackt, und ich plane bereits meine nächste Reise. Einmal Afrika immer Afrika, es gibt ja noch so viel zu entdecken.

Viele Grüße von Lydia (Foto Mitte, bei einer Fahrt durch das Delta mit dem Einbaum)

Unvergessliche Erlebnisse

Sonntag, 28.03.2010 12:21

Zweimal so groß wie Deutschland, aber nur 1,8 Millionen Einwohner. Und viel unberührte Natur, das Okawango-Delta, die Kalahari - all das übertraf meine Erwartungen. Ich erlebte tolle Tage in unglaublicher Natur, schlief in Luxus-Unterkünften mit viel Charme und nahe an der Natur.  Die Wärme Afrikas konnte man durch die Menschen dort spüren. Afrika ist spannend, überzeugt durch seine Herzlichkeit und macht süchtig.
Danke für die schönen Tage und unvergesslichen Erlebnisse. Afrika hat mich schon immer in seinen Bann gezogen, und Botswana hat die Faszination nur noch verstärkt! Ich komme auf jeden Fall wieder.
Liebe Grüße an alle Botswana-Scouts, vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Ich werde noch lange an die Tage in Afrika denken. Vielen Dank auch an Travel One und das Botswana Tourism Board, eine unglaubliche Reise.
Gabi aus Schwäbisch Gmünd (Foto Mitte, während einer Walking Safari im Delta)

Wieder zurück

Freitag, 26.03.2010 10:50

Traumhafte Sonnenuntergänge, wilde Tiere, luxuriöse Camps - all das haben wir im Gepäck, als wir heute morgen kurz nach 7 Uhr in München gelandet sind. Unsere Wegen trennten sich schnell: Gabi musste zu ihrem Anschlussflug nach Stuttgart eilen. Conni verabschiedete sich sofort, um den Flug nach Berlin nicht zu verpassen. Carsten beeilte sich, um nach Hannover weiter zu fliegen. Lydia hoffte, auf die selbe Maschine zu kommen und ihren späteren Flug umbuchen zu können. Björn ging zur S-Bahn-Station, um mit der Bahn nach Worms zu fahren. Nur Ekki blieb noch eine Weile am Flughafen. Er wollte erst nach 9 Uhr den Zug nach Wangen nehmen, um so das Bayern-Ticket nutzen zu können.
Wir sind wieder zurück und damit wieder erreichbar. In Botswana gab es während der Reise fast nie eine Internetverbindung. Und trotzdem konnten wir Euch, wenn auch mit Unterbrechungen, auf dem Laufenden halten. Wir hätten nicht gedacht, dass es funktioniert. Wir tippten unsere Erlebnisse in das Laptop der uns begleitenden Travel-One-Redakteurin Petra, luden Fotos herunter und zogen alles auf einen Stick. Zwei Camp-Managerinnen sorgten dann für den Transport in die Zivilisation. Das eine Mal wurde der Stick mit dem Buschflieger in die Camp-Verwaltung geschickt, von wo aus die Dokumente an die Travel-One-Redaktion gemailt wurden. Das andere Mal wurde der Stick dem öffentlichen Bus mitgegeben. Erst in Gaborone konnten wir wieder selbst ins Netz.

Viele Grüße von Euren müden und in Erinnerungen schwelgenden Botswana-Scouts

Tour durch Gaborone

Freitag, 26.03.2010 10:49

Unser letzter Tag in Afrika. Wir treffen uns erst um 8.30 Uhr zur Stadtrundfahrt durch Gaborone. Aber: Wir sind fast alle schon um 5 Uhr wach und scharren mit den Füßen. Und wo bleibt der morgendliche sanfte Ruf “knock knock”? Und warum serviert uns niemand Kaffee und Tee am Bett? Nur eines hat sich nicht geändert: Wir fahren mit einem offenen Safariwagen durch die Stadt - und ziehen damit viele Blicke auf uns.
Gaborone wurde erst 1966 Hauptstadt, nach der Unabhängigkeit Botswanas von Großbritannien.  Bis dahin befand sich am Westufer des Ngotwane lediglich eine kleine koloniale Siedlung. Gaborone ist also eine sehr junge Stadt mit heute 360.000 Einwohnern (20 Prozent der Bevölkerung Botswanas lebt hier), historische Bauten gibt es keine.

Tim von Africa Insight zeigt uns ein Handelshaus aus dem 19. Jahrhundert, zugänglich ist es allerdings nicht.

Danach machen wir einen Abstecher zu einem Friedhof, auf dem Briten begraben sind, die während des Burenkriegs gefallen sind.

Auch sehen wir uns von Außen das Parlament und die einzige Universität des Landes an, an der 14.000 Studenten eingeschrieben sind. Einen kurzen geschichtlichen Überblick erhalten wir an einem Denkmal für die drei Häuptlinge, die durch ihre Reise nach Europa verhinderten, dass Botswana dem heutigen Südafrika zugeschlagen wurde.

Letzter Stopp ist im “Hollywood” Gaborones. Wir sehen uns die - etwas vernachlässigten - Kulissen der Verfilmung der Botswana-Krimis (Mma Ramotswe) von Alexander McCall Smith an.

Die Stadtführung ist insofern interessant, dass wir die moderne, städtische Seite Botswanas kennenlernen. Doch sonderlich hübsch ist Gaborone wahrlich nicht und für Touristen nicht allzu attraktiv.

Wir kaufen noch ein paar Mitbringsel für unsere Lieben daheim :-) und essen im Botswana Craft auch zu Mittag. Dann besuchen wir noch das Botswana Tourism Board. Mmammidi George und Obenne Mbaakanyi aus der Marketing-Abteilung wollen wissen, wie es uns gefallen hat. Was sollen wir da schon sagen! :-) :-) :-)

Kurz nach 16 Uhr sind wir am Flughafen, von wo aus wir um 17.15 Uhr mit Air Botswana nach Johannesburg fliegen. Der Flughafen von Gaborone erhält derzeit ein neues Terminal, bis August sollen die Arbeiten fertig sein. Das Land hofft dadurch - und durch den Ausbau der Flughäfen von Maun und Kasane - für internationale Fluggesellschaften attraktiv zu werden. Ein Direktverbindung nach Europa steht auf der Wunschliste.

Weiterflug um 21.05 von Johannesburg nach München. Das Flugzeug ist dieses Mal komplett voll. Schade, wir hatten gehofft, dass jeder wie auf dem Hinflug eine Zweierreihe für sich hat.

Viele Grüße von Euren Scouts

Einblicke in die Alltagswelt

Donnerstag, 25.03.2010 10:22

Unser letzter Tag in der Wildnis.

Wie gewohnt kam der Weckruf um 5.30 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück in unserer Lodge ging es bereits auf den Rückweg. Vor uns lagen rund 600 Kilometer Autofahrt in die Hauptstadt Gaborone.

Aber selbst auf unserer langen Fahrt wurde uns noch einiges geboten. Unseren ersten Stopp machten wir in einem kleinen Städtchen namens Motlhabaneng. Freundlich wurden wir von Chief Kanono vom Volk der Babirwa (Foto Mitte) empfangen, anschließend ging es auf einen kleinen “Bauernhof” mitten in der Wildnis.

Eine nette Familie mit zwei kleinen Kindern hieß uns willkommen und zeigte uns, wie sie so leben, mit all ihren Tieren. Besonders stolz waren sie auf ihre Kühe. 

Es sind rund 20 Milchkühe, Jungbullen und auch Kälber gewesen. Um an die Milch der Kühe zu kommen, trennen die Bauern die Kälber von den Müttern und erst wenn gemelkt werden muss, dürfen die Kleinen zur Mama. Die Kälber melken kurz an, dann stößt der Bauer sie wieder weg und melkt die Kuh per Hand weiter. Eine botswanische Kuh gibt übrigens rund fünf Liter Milch.

Die Familie hatte auch noch Ziegen und einige Esel.

Wusstet Ihr eigentlich, dass man aus Palmen ein leckeres alkoholisches Getränk herstellen kann? Bei unserem nächsten Stopp wurde uns genau das demonstriert. Eine Palme wird per Hand angeschnitten. Die Flüssigkeit, die man dann langsam daraus gewinnt, gärt und wird schließlich zu einem Getränk, dessen Geschmack dem des Federweißer ähnelt - wir probierten den Palmensaft natürlich.

Einige Mitbringsel für Zuhause konnten wir heute in einer kleinen Korbflechterei (eine Frauenkooperative) erwerben. Für einen sehr günstigen Preis haben wir Körbe, Tischsets und auch Schalen aus geflochtenen Palmenwedeln gekauft.

In Gaborone angekommen wurden wir im Hotel Gaborone Sun untergebracht, ein nettes City-Hotel mit internationalem Publikum.

Eins möchte ich Euch noch berichten, aber von gestern:
Während die anderen Scouts auf dem Game Drive am Abend waren, hatte ich die Möglichkeit, auf eine Pferde-Safari zu gehen.

Ich wurde zu dem Stall gefahren und war begeistert. Die eigenständige Lodge Limpopo Valley hat 35 wirklich sehr gute, gesunde Pferde in allen Größen und Farben. Die Lodge ist sehr groß und die Ställe sind mit einem Fliegen- und Moskitoschutz ausgestattet. Einen Ventilator gibt es auch. Ebenso eine große, sehr hoch eingezäunte Wiese für die Pferde, einen Reitplatz mit Oxern und sogar einen Longierzirkel.

Ich bekam den General zugeteilt, so hieß mein Pferd. Und nach einem kurzen Reittest auf dem Reitplatz starteten wir auch schon in die Wildnis. Drei Guides haben mich begleitet.
Wir sahen viele Tiere, und man kam auf dem Pferd auch besonders nah an sie heran. Beim Galoppieren lagen auch immer wieder Baumstämme im Weg, über die wir springen konnten. Das habe ich natürlich auch gemacht.

General ließ sich wirklich sehr gut reiten und reagierte auf alle Hilfen, die ich ihm gegeben habe.
Die Lodge bietet übrigens auch mehrtägige Safaris an, bei denen man entweder von Lodge zu Lodge reitet oder in sehr luxuriösen Zelten übernachten kann. Ich habe beschlossen, jetzt etwas sparen und auf Reitsafari nach Botswana fahren. Es lohnt sich wirklich und ist ein einmaliges Erlebnis.

Viele Grüße Lydia

Flug über die Salzpfannen

Mittwoch, 24.03.2010 18:26

Wir durften ausschlafen und wurden um 6.30 Uhr mit einem fantastischen Sonnenaufgang direkt vom Bett aus geweckt. Die Lodge Laroo Lau Tao ist ein Traum, man hat vom Bett aus einen wunderbaren Blick auf den Flusslauf, an den viele Tiere zum Trinken kommen. Beim Frühstück schwärmten viele noch vom gestrigen Barbecue mitten im Busch.

Eine Überraschung, die wohl keiner von uns je vergessen wird. Am Lagerfeuer sitzend mit einem Cocktail, nach leckerem Essen, über einem das Kreuz des Südens, die Geräusche der Tiere im Busch, einfach unglaublich.

Danach hieß es wieder Abschied nehmen und unser Buschpilot Matt flog uns ins Tule & Mashata Reserve. Das liegt im Tuli Block im Südosten Botswanas, am Limpopo, nahe der Grenze zu Südafrika und Simbabwe. Der Überflug über die riesigen Salzpfannen und das “weiße Meer” war gigantisch. Da der Flug etwas länger dauerte, fiel der eine oder andere Scout kurz in einen komatösen Zustand. Das frühe Aufstehen jeden Tag hinterlässt eben seine Spuren.

Beim Landeanflug dann die Überraschung: Eine richtige Landebahn aus Beton und ein kleines Flughafengebäude, Stromleitungen und ein Sendemast - die Zivilisation hat uns wieder. Allerdings gefühlte 40 Grad Celsius und ein Fahrtwind, wie ein Fön auf Stufe (Zitat von Karsten). Wir sind noch in Afrika!

Wieder ein ganz andere Form der Vegetation, kleine Bäume und Büsche, niedriges, ziemlich vertrocknetes Gras, etwas hügelig aber alles überschaubar. Auf dem Weg zum Camp wurden wir schon von Giraffen und Zebras begleitet. Das Camp Mashatu bietet alle Annehmlichkeiten, tolle Lodgezimmer, Strom, Klimaanlage, Wasserkocher und Pool.

Also erst mal Siesta bis zum Nachmittag und dann ging es wieder in die Afternoon-Safari.

Um vier Uhr nachmittags war es immer noch glühend heiß und unsere Autos hatten kein Dach. Trotz Kopfbedeckung und Lichtschutzfaktor 30 habe zumindest ich leicht geschwächelt. Belohnt wurden wir aber mit einer Herde Elefanten. Die Tiere kamen gerade zum Trinken ans Wasserloch, einer nach dem anderen aus dem Busch - Weibchen, Bullen und Babyelefanten. Ein tolles Erlebnis.

Zudem sahen wir eine Herde Gnus und ein prächtiges Kudu-Männchen.

Mit dem üblichen Gin Tonic beim Sonnenuntergang im Busch ließen wir den Tag ausklingen, und die Rückfahrt zum Camp wurde zu einer kleinen Nachtsafari. Nur schliefen die meisten Tiere leider schon. Das Essen war wie immer super gut, einige genießen gerade noch ihren Wein am Lagerfeuer, aber für die meisten ist Ende im Gelände. Nach sieben Tagen frischer Luft sowohl tagsüber als auch meist nachts und jeden Morgen früh aufstehen, machen sich erste Verschleißerscheinungen bemerkbar. Aber es ist es allemal wert. Afrika ist es wert!!!

Liebe Grüße, Connie

Auf Nachtsafari

Mittwoch, 24.03.2010 18:02

Knock, knock! Pünktlich um 5.30 Uhr werden wir aus dem Schlaf gerissen. Wir haben eine ungewohnte Nachtruhe hinter uns: Statt klickender Frösche und grunzender Flusspferde umgab uns nur die Stille der Kalahari.
Eine halbe Stunde später nehmen wir Abschied vom Tau Pan Camp und starten zur Frühsafari. Für das frühe Aufstehen werden wir mit einem spektakulären Sonnenaufgang entschädigt: Blutrot erhebt sich der ein glühender Ball am Horizont und färbt die Kalahari in warmes Licht.
Der Löwenpascha, den wir gestern noch als verschlafenen Steppen-Schlaffi kennengelernt haben, ist gesichtet worden! Diesmal ist der King aktiv und streunt durch das Gras. Heute macht Majestät einen ganz anderen Eindruck: Seine dunkle Mähne und der durchdringende Blick seiner bernsteinfarbenen Katzenaugen lassen jetzt erahnen, weshalb der Löwe als König der Tiere gilt.
Bei optimalen Lichtverhältnissen klicken unsere Kameras im Akkord. Was für ein Bild: Der König der Tiere schreitet in der Weite der Kalahari mit arroganter Gelassenheit zwischen unseren Land-Cruisern hindurch, während seine Mähne im Licht der Morgensonne funkelt. 

Nach diesem Highlight fahren wir noch eine Weile vorbei an staunenden Antilopen und Springböcken durch die Ebene, bis wir ein nettes Plätzchen für unsere Teatime erreichen. In Sichtweite zweier Oryx-Antilopen schlürft sich so ein Tässchen Tee in der Kalahari schon auf sehr gediegene Art. Falls jemand vorbeikäme, würden wir uns jetzt durchaus auch gern mit „Euer Lordschaft“ anreden lassen.

Aus den hochherrschaftlichen Träumen reißen uns aber unsere Guides, die zum Aufbruch drängen. Die Land-Cruiser brettern jetzt die Piste entlang und versetzen so manches Roadrunner-Hühnchen in Angst und Schrecken, bis es begreift, dass es besser nicht vor uns herrennen, sondern zur Seite wegflattern sollte.

Am Airstrip erwartet uns bereits unser neuseeländischer Pilot mit seiner exklusiv für uns gecharterten zwölfsitzigen Maschine der Moremi Air. Wir fliegen 45 Minuten lang in nordöstlicher Richtung und stellen kurz vor der Landung staunend fest, dass unter uns tatsächlich eine asphaltierte Straße und eine Stromleitung zu sehen sind. Hurra, so halbwegs hat uns die Zivilisation wohl wieder!
Wie immer werden wir auf das Herzlichste begrüßt und in den mittlerweile gewohnten Land-Cruisern zu unserem nächsten Camp gefahren. Unterwegs erblicken wir im Buschland ganz ungewohnte Tiere: Hier liegen tatsächlich Kühe zwischen den Büschen und käuen gemächlich wieder. Welcome to Botswanisch-Allgäu!

Unsere heutige Lodge heißt Leroo La Tau und befindet sich südlich des Okawango-Deltas, etwa 150 Kilometer von Maun entfernt am Ufer des Boteti River im Makgadikgadi Pans Game Reserve.

Wir sind beeindruckt: Die erst vor zwei Jahren eröffnete Lodge ist vom Allerfeinsten. Eine wunderschön gestaltete Lobby aus Naturhölzern und großzügige Cottages mit geschmackvoller Einrichtung in Erdtönen und einem tollen Badezimmer erwarten uns. Von jeder Veranda aus überblickt man den Boteti River. Nach dem Hinweis, dass die Bar unbegrenzt geöffnet ist, ziehen wir uns zu einer dreistündigen Siesta in unsere Luxusgemächer zurück.

Am Nachmittag brechen wir zum Game Drive auf. Unser Guide weckt hohe Erwartungen, als er erwähnt, dass hier die kompletten Big Five anzutreffen seien. Tatsächlich stoßen wir bald auf Elefanten, darunter mächtige Bullen von beeindruckender Größe. Vor unseren Augen rempeln die Giganten ausgewachsene Bäume an und schütteln so leckere Früchte von den Ästen. Ein riesiger Elefantenbulle schreitet in geschätzten drei Meter Entfernung um einen unserer Land-Cruiser herum.

Im Park sichten wir auch noch Kudus, Impalas und drei wunderschöne Giraffen. Leider lassen sich trotz intensiver Suche nur Spuren von Nashörnern finden. Die restlichen Big Five scheinen ganz verreist zu sein.
Zum Sundowner-Snack halten wir an einer Wiese mit einer großen Schirmakazie, auf der gerade ein Elefant und zwei Kudus verweilen. Die ganze Szene erfüllt das perfekte Afrika-Klischee. Wir genießen die Kulisse und schlürfen andächtig unsere Drinks.

Nach Sonnenuntergang erleben wir noch eine besondere Überraschung: Während wir noch glauben, dass der Guide zur Lodge zurückfährt, bemerken wir im Busch den Schein eines Feuers. Hinter der nächsten Kurve erwartet uns doch tatsächlich ein Busch-Barbecue! Liebevoll hat man für uns unter Bäumen eine Bar und eine Tafel aufgebaut und toll eingedeckt. Auf einem Grill brutzeln Würstchen, Hühnchen und eine Lammkeule. In den Ästen hängen Lampen, und ein Lagerfeuer lädt ein. Wow!

Bevor wir mit dem Schlemmen beginnen, verwöhnen uns die Mitarbeiter der Lodge noch mit afrikanischen Tänzen und glockenhellem Gesang. Einfach schön!
Gleich nach dem Barbecue gab es noch eine Nachtsafari.

Im Scheinwerferlicht tauchen immer wieder Kudus, Springhasen und geheimnisvoll aufleuchtende Augenpaare auf. Es ist spannend, weil wir in der Dunkelheit eine sehr begrenzte Sichtweite haben und jederzeit damit rechnen, dass plötzlich ein Nashorn oder ein Elefant unmittelbar vor uns auftauchen könnte.
Leider scheinen die meisten Tiere in dieser Nacht faul in ihren Verstecken zu liegen, denn spektakuläre Sichtungen können wir nicht mehr machen. Als wir spätabends in der Lodge ankommen, schließen wir den erlebnisreichen sechsten Tag unserer Botswana Scout-Tour mit einem Absacker an der Bar ab und freuen uns auf morgen.

Viele Grüße von Björn

Vorsicht vor den Löwen

Dienstag, 23.03.2010 14:17

Heute ist Sonntag. Und wir durften ausschlafen – der Weckdienst kam erst um sechs Uhr. :-)

Eine lange Pirschfahrt stand heute früh auf dem Programm. Wir sahen jede Menge Antilopen, einen Elefanten, viele bunte Vögel und wir entdeckten frische Löwenspuren – leider ist es aber nur bei den Spuren geblieben. Vor einen Termitenhügel legten wir eine kurze Kaffeepause ein.

Abflug nach dem Mittagessen.

Nach knapp einer Stunde Flug landeten wir in der Kalahari und wurden zum Tau Pan Camp gebracht. Nach einer kurzen Pause saßen wir dann auch schon wieder im offenen Allradwagen.

Zur großen Freude hatten wir hier mehr Glück und trafen auf zwei stattliche Löwen-Männchen, die uns sehr sehr nahe an sich heran ließen. Sie schliefen im Schatten einiger Büsche. Ihre einzige Bewegung war ein kräftiges Gähnen.

Beim klassischen Sundowner am Abend sind wir dann von einer riesigen Herde Oryx-Antilopen und Springböcken umzingelt gewesen, die sich nachts in der offenen Salzpfanne sammeln.

Nach dem Dinner und einem Absacker am Feuer, ließen wir uns zu den Zimmern eskortieren. Das ist nötig, denn die langmähnigen Herren (und auch ihre Damen), die wir am Nachmittag noch schlafend angetroffen haben, entwickeln in der Nacht eine Vorliebe für Spaziergänge durch unser Camp.

Morgen heißt es wieder um 5.30 Uhr aufstehen – das Leben ist hart.

Liebe Grüße, Carsten

Spannende Erlebnisse im Okawango-Delta

Dienstag, 23.03.2010 12:17

Nach einer gewittrigen Nacht in Okuti war, wie kann es anders sein, um 5.30 Uhr Frühstück angesagt.
Anschließend ging es auf die Pirsch. Die ersten eineinhalb Stunden verliefen allerdings eher ruhig. Dann entdeckten wir fünf Löwen, die sich hinter einem liegenden Baumstamm versteckt hatten.

Plötzlich wurde es ziemlich unruhig. Zwei Antilopen rannten geradeaus in Richtung der Löwen. Die Spannung stieg. Sollten wir tatsächlich Zeugen eines sogenannten Kills werden? Die Löwen erhoben sich. Stille.

Beide Seiten beäugten sich und schienen ein wenig überrascht zu sein. Die Antilopen reagierten als erstes und entkamen den Löwen, aber nur sehr knapp. Die Situation entspannte sich. Glück für die Antilopen, Pech für uns. Danach leisteten uns bei unserem Morgentee aber einige grasende Nilpferde Gesellschaft.

Auf dem Rückweg zum Camp erspähten wir noch zwei Giraffen.
Nach dem Mittagessen fuhren wir gegen 14 Uhr zum “Flughafen”, also zur sandigen Landebahn. Dort wurden wir noch von einem Elefantenbullen verabschiedet. Unser Buschflieger nach Kanana stand schon bereit und es gab ein Wiedersehen mit Matt, der uns schon von Kasane ins Delta geflogen hatte. Nach einem Kurzflug von zehn Minuten erreichten wir unser drittes Ziel im Okawango-Delta. Matt verabschiedet sich von uns mit einer Tiefflugeinlage.

Kanane ist ein “Tented Camp”. Es besteht aus Zeltwänden, die auf festem Boden stehen und wie ein Hotelzimmer eingerichtet sind. Noch bevor alle Koffer verteilt waren, hieß es plötzlich, ein Elefant sei im Camp. Alles wurde sofort stehen und liegen gelassen, und wir gingen in Richtung Zelt Nummer drei. Von der Terrasse dort hatten wir Gelegenheit, tolle Bilder von einem Elefantenbullen zu schießen, der sich gerade mit Schlamm bewarf. Ich glaube, wir hatten alle noch nie einen Elefanten so nahe gesehen. Der Abstand zwischen uns und ihm betrug höchstens drei Meter. Ein absoluter Glücksfall für uns und ein unvergessliches Erlebnis.

Der Tag ging dann gemütlich mit einem Mokoro-Trip im Delta zu Ende
Viele Grüße von Gabi an alle zu Hause – Ke tsogile sentle.