Aus dem Leben eines Flugpiloten

Dienstag, 23.03.2010 11:43

Abfahrt um 12.30 Uhr zum Kanana-Lodge-Airstrip. Uns erwartet ein 55-minütiger exklusiver Flug mit Moremi Air zur Tau Pan Lodge. Pilot Paul begrüßt uns im Flieger herzlich und bittet uns, kein Foto von ihm ins Netz einzustellen. Er sei auf der Flucht vor seiner Exfrau und arbeite daher hier in Botswana als Buschpilot. :-)

Beim Aperitif im Tau Pan Camp erzählt der Neuseeländer, dass zirka sechs Gesellschaften mit diesen zwölfsitzigen Propellermaschinen diverse Lodges und Camps anfliegen. Dies ist durch private Lizenzen stark reglementiert. Die Piloten sind fast ausschließlich Ausländer zum Beispiel aus Südafrika, USA, Neuseeland und Australien. Einem Buschpiloten ist es erlaubt, maximal acht Stunden am Tag zu fliegen, strenge Ruhezeiten sind vorgeschrieben. Der Job ist schwer, da der Zeitplan mit den Fernflügen und Zimmerwechselzeiten immer abgestimmt werden muss. Die Flugpläne werden sehr kurzfristig ein bis zwei Tage vorher erstellt.

Paul hat eine Bitte an alle künftigen Botswana-Besucher: Sie müssen die Gepäckbegrenzungen einhalten. Die Vorgaben sind: Ein Gepäckstück (keinesfalls ein Hartschalenkoffer) mit den Maßen 20 mal 30 mal 62 Zentimeter und höchstens 15 Kilo Gewicht. Das reicht aber völlig aus, da in jeder Lodge ein Wäscheservice angeboten wird und überall Toilettenartikel kostenlos im Bad stehen.

Den Abend ließen wir vor dem afrikanischen Busch-TV ausklingen, das heißt am Lagerfeuer in der Boma (einem runden Platz, der von Pfählen oder einem Zaun umgeben ist), unter dem Kreuz des Südens.

Viele Grüße out of Africa von Ekki

Tanzeinlagen und noch mehr Tiere

Montag, 22.03.2010 9:40

Heute ist unser dritter Tag in Botswana. Wir wurden wieder um 5.30 Uhr geweckt. Abfahrt mit dem Motorboot zur Walking Safari. Durch das Labyrinth des Deltas, beobachtet von Krokodilen, erreichten wir sicher das Ufer von Palm Island. Während der dreistündigen Walking Safari kamen wir nicht nur Elefanten, Pavianen und Antilopen sehr nahe, sondern lernten auch jede Menge über die Flora und Faune des Deltas.

Zurück im Camp gab es einen leckeren Brunch zur Stärkung. Danach flogen wir mit dem Buschflieger nach Okuti. Abenteuerlich waren Start und Landung auf der Gras-Piste.

Nach der Landung wurden wir vom gesamten Team des Okuti Camp mit Tanz und Gesang empfangen. Wir waren total gerührt.

Aber das ist eben Afrika. Das Camp ist einfach traumhaft, Afrika pur, direkt am Delta mit riesigen Cottages im afrikanischen Stil. Wir machten uns kurz frisch und dann ging es ab auf die nächste Safari.

Dort trafen wir auf ein armes, blindes Gnu, das sein Rentendasein in einer Impala-Herde gefunden hat. Wir sahen auch Wasserböcke und Zebras aus nächster Nähe und genossen einen Bilderbuch-Sonnenuntergang mit Gin-Tonic am Hippobeach.

Genauso wie der Empfang, so endete der Tag. Mit Gesang des gesamten Personals. Das Motto der Lodge lautet übrigens: “Fühlt Euch wie zu Hause, wir sind alle eine Familie.“

Das war es für heute von uns.

Gute Nacht und bis zum nächsten Mal,
Eure Botswana-Scouts

Einblick ins Tierparadies

Montag, 22.03.2010 9:35

Da sind wir wieder. Leider haben wir hier in Afrika einige Empfangsstörungen. Kein Funk, kein Internet, kein Bloggen! Nur die gute, alte Buschtrommel funktioniert, die Euch von dieser Stelle hoffentlich irgendwann erreicht. Wir lassen den Blogg mit dem Buschflieger nach Maun bringen und beten, dass es dort Internet gibt. :-)

Am zweiten Tag wurden wir um 5.30 Uhr geweckt. Abfahrt zum Chobe Nationalpark. Bereits vor dem Park sahen wir zwei Elefantenfamilien, die offensichtlich auf dem Weg zum Frühstück waren, während wir zum Game Drive fuhren. Rund 50 Zebramangusten tummelten sich auf dem Weg. Und auch eine große Familie Paviane, bestimmt hundert Tiere, sahen wir kurz danach. In den Bäumen saßen unzählige Marabus.

Höhepunkt - da sind wir uns alle einig - waren drei junge Löwen zum Greifen nah…

Am Vormittag ging es dann weiter mit dem Buschflieger zum Xugana Island Camp, das am Nordrand des Moremie Game Reserve auf einer Insel (sie ist 400 mal 500 Meter groß) liegt. Zum Sonnenuntergang gleiteten wir ganz romantisch mit Mokoros (Einbaum-Booten) durch die Kanäle des Okawango- Deltas.

Unser letztes Briefing vor dem Schlafen gehen: Wer Fred sieht (ein Nilpferd), der soll sich tot stellen und ihn passieren lassen. Allerdings waren wir nicht ganz sicher, ob Fred für Xugana nicht das darstellt, was Nessi für Loch Ness ist.

Wir werden sehen.

Bis dahin viele Grüße von Euren Scouts!

Das Abenteuer geht los

Donnerstag, 18.03.2010 10:10

Weiterflug von Johannesburg, nach Kasane im Norden Botswanas mit Air Botswana.

Unsere Männer wurden von den Flugbegleiterinnen mit Handschlag begrüßt und waren ganz geschmeichelt. Die Frauen nahmen dies mit Humor. Bei dem Flug mit der Propellermaschine wurden die ersten Bilder von Botswana geschossen. Wir konnten bereits erahnen, wie weit und unberührt das Land ist.

Angekommen in Kasane erschlugen uns die 30 Grad Tagestemperatur, aber naja, daheim ist es unwesentlich kälter. Die Mowana-Lodge hat uns herzlich empfangen mit einem Welcome-Cocktail und den klassischen Erfrischungstüchern. Dann hieß es Waschen, Duschen, Umziehen, und ab auf die Boat Cruise, eine Bootsfahrt auf dem Chobe, dem Grenzfluss zwischen Botswana und Namibia.

Wahre Scouts gönnen sich keine Pause!

Direkt vor der Lodge gingen wir an Bord - wir hatten ein Boot exklusiv für uns. Belohnt wurden wir mit vielen Happy Hippos, der ersten Elefantenfamilie, einigen Kudus und einem Minikrokodil.

Allgemeines Fazit des ersten Tages: Es ist jetzt 20 Uhr, also bei Euch 19 Uhr, wir sind sind satt und platt!
Morgen ist um fünf Uhr wecken angesagt für die nächste Safari.

Uns erwartet Natur pur. Das heißt aber auch, dass das Bloggen für uns schwieriger wird.
Wir versuchen aber alles, um Euch immer auf dem Laufenden zu halten.

Liebe Grüße von Björn, Cornelia,
Gabriele, Carsten,
Lydia, Ekkehardt und Petra

Die Reise beginnt

Dienstag, 16.03.2010 20:00

Gelandet!

Seit heute sind wir (sechs Reisebüromitarbeiter und eine Travel-One-Redakteurin) als Scouts in Botswana unterwegs. Zusammen mit dem Botswana Tourism Board und Travel One werden wir noch bis zum 26. März den Süden des Kontinents erkunden. Und es wird aufregend. Uns erwarten ein Besuch des Chobe Nationalparks sowie mehrere Tage Okawango-Delta, ein Aufenthalt im Central Kalahari Game Reserve und und … Lasst Euch überraschen.

Gestern Abend begann unsere Reise. Um kurz vor 21 Uhr startete der Flieger von München nach Johannesburg. Der Flug mit South African Airways war sehr angenehm, da der Flieger nur halb voll war. So hatte jeder von uns zwei bis drei Sitzplätze zur Verfügung und konnte sich bequem zum Schlafen ausstrecken. Herrlich!

Nach der Landung haben wir erst einmal draußen vor dem Flughafen auf der Terrasse gesessen und Kaffee getrunken - bei angenehmen 15 Grad.

Jetzt warten wir auf unseren Weiterflug nach Kasane, im Norden des Landes. Wir sind Euch hier übrigens eine Stunde voraus.

Sobald wir angekommen sind, werden wir wieder berichten.

Bis dahin viele Grüße aus Johannesburg,

Eure Scouts

Bald geht es los!

Dienstag, 16.03.2010 12:02

Und ich freue mich schon sehr.

So wie es aussieht bin ich das Küken in unserer Botswanarunde. Sollte ich jetzt stolz auf mich sein oder eher nervös, mit so erfahrenen Expis auf Reisen zu gehen? :-)

Ich freue mich auf jeden Fall, eine Menge zu entdecken.

Als der Anruf von Frau Zang von Travel One kam, war ich ziemlich glücklich. Vor allem, weil ich damit nicht gerechnet habe. Um so schöner war es dann, als meine Chefin mir auch noch das O.K. für die Reise gab.

Der nächste Weg ging gleich zu meinem Doktor. Immerhin braucht man ja einige Impfungen für dieses Reiseland. Zwei Spritzen später und mit einem Malaria-Standby-Mittel in der Hand, verließ ich dann seine Praxis.

So… und was machen Frauen am liebsten? Richtig! Shoppen. Das musste ich doch auch noch ausnutzen :-) Also ab zum Outdoorhändler meines Vertrauens. Aber was brauche ich denn eigentlich alles? Moskitoschutz, Trekkinghose, ein paar neue Shirts und die Hose musste ich mitnehmen. Das Ergebniss meiner “spontan in der Mittagspause Shoppingtour” (länger brauche ich nämlich dafür nicht) waren 150 Euro Minus auf dem Konto. Aber egal, ich freue mich schon so sehr.

Gestern Abend habe ich angefangen meinen Rucksack einzupacken und ich hoffe, er ist nicht schwerer als 15 Kilo. Heute Mittag darf ich noch ins Büro, der Flieger nach München geht um 15.10 Uhr. Mal schauen, wann und wo sich unsere kleine Reisegruppe findet.

So Ihr Lieben, vielen Dank fürs Lesen und wir “sehen” uns wieder, wenn ich in Botswana bin. Ich werde versuchen, auch einige Bilder aktuell zu posten, damit Ihr gleich einen kleinen Eindruck habt.

Bye

Lydia