Wahnsinns Panoramaflug mit Pirouette
Samstag, 19.06.2010 22:00Hallo Freunde der Costa del Sol und die, die es noch werden wollen
Wie in meinem letzten Bericht schon angekündigt, heute eine kleine Erzählung über ein unvergessliches Erlebnis, das einem wirklich den Atem geraubt hat.
Dieses Erlebnis begann am Sport-Flughafen des Aeroclubs Velez-Malaga, wo Marian und Jaime ein kleines, viersitziges Flugzeugchen für uns gemietet hatten. Ihr kennt Maschinen dieser Art sicher vom Red Bull Racing oder anderen Flugshows. Da wir zusammen mit dem Piloten mehr als vier Passagiere waren, wurden gleich mal eben zwei Flüge für uns gebucht. Dafür ein ganz fettes Dankeschön an Marian und Jaime. Thomas schrieb, dass er das Glück hatte, in der ersten Maschine sein zu dürfen… Ich bin froh gewesen, dass ich dieses “Glück” nicht hatte
Ihr wisst, wovon ich rede, wenn ihr Thomas’ Bericht gelesen habt.
In unserer Gruppe waren alle nach den Erzählungen der Scouts der ersten Maschine schon tierisch auf den Flug gespannt und konnten es kaum erwarten, zu starten. Nicht notwendig zu erwähnen, dass uns das Nachtanken des Fliegers wie eine kleine Ewigkeit vorkam.
Auch bei unserem Flug war es so, dass Jaime das Lenkrad, ach nein, in der Fliegerei heisst so was, glaub’ ich Steuerknüppel, in die Hand gedrückt bekommen hat und nach einer kurzen Einweisung selbstständig gestartet und geflogen ist. Verdutzt waren wir darüber auch, da die “Einweisung” in etwa so war, wie wenn man von jemandem erklärt bekommt, wie man beispielsweise einen Kühlschrank anzuschließen hat
Ungeachtet dessen, hat sich Jaime hervorragend geschlagen und einen wirklich guten Job gemacht. Der Flug war sehr angenehm und so wie man es von einer Maschine dieser Größenordnung erwartet…ist ja nunmal keine 747 oder A380, nicht wahr. Es bot sich uns ein fantastischer Anblick und wir flogen ebenfalls an der Küste entlang. Da wir jedoch den Vorteil hatten, allesamt den Flug bestens zu verkraften, konnten wir den kompletten Flug genießen und auf dem Rückweg auch über unser Hotel La Vieñuela und den See fliegen. Susann, die etwas blasser bereits im Hotel in ihrem Zimmer lag, hat uns vorbei fliegen gesehen, aber ich glaub’, ihr Blick in Richtung Himmel und unserer Maschine war alles andere als wehmütig.
Zum Glück merkte auch unser Pilot Ignazio, wie sehr wir dieses Abenteuer und den wilden Ritt durch die Lüfte genossen haben, was ihn dazu anspornte, noch einen obendrauf zu setzen. Bei maximaler Schubkraft riss der Pilot die Maschine wie in einer Flugshow senkrecht nach oben, ließ das Flugzeug kurz stehen, um es dann zur Seite abkippen zu lassen und viele Meter tiefer, nach dem Sturzflug wieder aufzufangen. Ich hab wirklich schon viel erlebt, aber das war der Wahnsinn, einfach gigantisch und das Adrenalin hört gar nicht mehr auf, in die Blutbahn zu schießen. Übrigens, Marians Schreien gellt noch jetzt durch meine Ohren
Liebe Grüße Rico


















Das ging uns vier Scouts nicht so schlecht von der Hand. Denn wer Reisen an den Mann und die Frau bringen kann, lässt sich auch von ein bisschen Gemüse nicht aufhalten 





